In der Region rund um Dömitz erwartet Sie ein außergewöhnliches Bauwerk mit bewegter Vergangenheit: die Reste der einstigen Dömitzer Eisenbahnbrücke. Die markanten Pfeiler und Bögen, die sich über die Elbwiesen erstrecken, erzählen eindrucksvoll von der wechselvollen deutschen Geschichte und laden Sie zu einem nachdenklichen Halt auf Ihrer Reise ein.
Die Brücke wurde in den Jahren 1870 bis 1873 errichtet und war mit einer Länge von über tausend Metern eine der längsten Eisenbahnbrücken ihrer Zeit. Über viele Jahrzehnte verband sie die beiden Elbufer und war ein wichtiger Bestandteil der Bahnstrecke zwischen Mecklenburg und dem Hannoverschen. Ihr Schicksal besiegelte sich jedoch im Zweiten Weltkrieg: Im April 1945 wurde der westliche Teil der Brücke bei einem Luftangriff schwer zerstört und nie wieder aufgebaut. Nach dem Krieg verlief die innerdeutsche Grenze unmittelbar an der Elbe, sodass die Brückenruine über Jahrzehnte hinweg im Sperrgebiet lag und unzugänglich blieb.
Heute können Sie die geschichtsträchtigen Überreste auf ganz besondere Weise erleben: Ein begehbarer Skywalk macht die alte Brücke wieder zugänglich und führt Sie hinaus über die Elbwiesen. Von hier oben genießen Sie nicht nur einen herrlichen Blick über den Fluss und die weite Auenlandschaft, sondern kommen den historischen Brückenbögen auch ganz nah. Der Skywalk verbindet auf eindrucksvolle Weise Geschichte, Architektur und Naturerlebnis und ist damit ein lohnendes Ziel für alle Radreisenden.